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Alles Klima oder was?

Unserem Planeten geht langsam die Puste aus!

 

Alles spricht derzeit vom Klima und dem Schwinden natürlicher Lebensräume: Erderwärmung, Anstieg der Meerestemperaturen und deren Folgen, Abschmelzung der Pole, Vernichtung von Flora und Fauna und, und und.

 

Losgetreten wurden diese Debatten von Greta Thunberg, einer 16jährigen 'Klimaaktivistin' aus Schweden. Mit ihr begannen die weltweiten 'Fridays-for-future'-Demos von Schülern. Diese regelmäßigen Veranstaltungen, gemeinsam mit unzähligen Kundgebungen von Naturschutzverbänden, sorgten dafür, dass endlich auch die Politik reagierte.

 

Doch was passiert aktuell? Ob Handel, Industrie, Fluggesellschaften oder Agrarkonzerne – sie alle geben sich momentan 'klimafreundlich' und buhlen so – mit einer geschickt angelegten Marketingstrategie - um die Gunst des klimabewussten Verbrauchers mit dem schönen Nebeneffekt, dass die Umsätze dieser Unternehmen kräftig steigen. Auch unsere Regierung hat sich dieser Thematik angenommen, wenngleich auch – sagen wir mal - eher 'verhalten'.

Unzählige Labels & Zertifikate

Seit Jahrzehnten (!) warnen namhafte Wissenschaftler vor einem Klimakollaps, doch kaum jemand hat sich für diese Prognosen interessiert. Erst jetzt scheint 'Mensch' aufgewacht zu sein und verfällt – angesichts der bereits spürbaren negativen Veränderungen - nun in eine regelrechte Panikstimmung. Da werden eine Vielzahl von Labels und Zertifikaten kreiert, deren Sinn und Zweck die meisten Kunden/Verbraucher nicht verstehen – ganz zu schweigen von der Glaubwürdigkeit und Seriosität der einzelnen Siegel.

 

Ja, ich finde es klasse, dass sich in Sachen Klima-, Natur- und Tierschutz endlich etwas bewegt, doch blinder Aktionismus ist kein guter Ratgeber. Ich sehe es wie mit einer Diät: Die Lieblingsbluse zwickt in der Taille, der Hosenbund lässt sich nur noch durch gymnastische Übungen schließen und die Tante, die man schon länger nicht gesehen hat, meint mit einem süffisanten Lächeln: 'Na, da hast Du aber ganz schön zugelegt, mein Kind'. Und dann ist er da, der Zeitpunkt der Entscheidung: Weg mit den überflüssigen Pfunden! Gesunde Ernährung bis zum Abwinken, d.h. keine Naschereien, Knabbereien etc., dafür gaaanz viel Gemüse. Fleisch entweder gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen, viel Trinken (am besten natürlich Kräutertees und Mineralwasser), kein Alkohol und Kaffee in Maßen. Sport gehört natürlich auch zum 'Programm'. Und was passiert nach einigen Wochen? Es sind in der Tat vielleicht ein paar Kilos geschmolzen, doch auch die Lebensfreude ist ins Bodenlose gesunken. Ergebnis: Schluss mit der 'Lebensumstellung', Bluse und Hose werden 1-2 Kleidergrößen größer gekauft, und was Tante Margot von sich gibt, wird unter der Rubrik 'ist mir doch egal' abgelegt.

Rettung des Weltklimas?

Und wie sieht es bei der Rettung des Weltklimas aus? Ich habe in letzter Zeit sehr viel mit Anderen über die Klimakrise gesprochen. Die meisten erklärten mir ganz offen, dass sie bzw. das 'kleine Deutschland' sowieso nichts bewirken könne, „… da müssen schon die großen Umweltsünder wie die USA und China erst einmal damit anfangen“. Ich sehe es anders, denn JEDER kann einen Beitrag leisten: Bewusster reisen, den Garten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Blumen und Sträucher lebendig gestalten statt ihn in eine 'pflegeleichte', aber leblose Steinwüste zu verwandeln, ein Coffee-to-go aus einem Mehrwegbecher statt aus einem Einweg-Plastikbecher genießen. Es ist die Summe vieler kleiner Ereignisse, die etwas Großes bewirken. Ein tolles Buch ist 'Umweltliebe' von der Journalistin und TV-Moderatorin Jennifer Sieglar. Darin beschreibt sie auf


humorvolle und lässige Weise, wie sie mit dieser Thematik umgeht: Eine einjährige 'Nachhaltigkeitschallenge' im Selbstversuch. Absolut lesenswert, so finde ich.

 

Ich bin sehr optimistisch, dass sich in den nächsten Jahren noch viel tun wird. Der Mensch ist und bleibt neugierig und wird immer wieder neue Dinge erforschen, entdecken und ausprobieren. Doch ohne einen lebenswerten Planeten wird’s halt mächtig eng, wenn die Grundbedürfnisse wie Wasser, Sauerstoff und Nahrung irgendwann nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen – und ein Klima, das uns ein Leben auf unserer Erde auch weiterhin ermöglicht. Und das haben zum Glück sehr viele Menschen endlich begriffen.

 

Klima und Umwelt – ich mach' beim Projekt ZUKUNFT sehr gerne mit!

 

Anmerkung: wenn Ihr das Buch "Umweltliebe" über den obigen Link kauft, habe ich auch ein kleines bisschen etwas davon und Ihr tut bei diesem Buchhändler sowieso etwas Gutes!

 

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